Großartiger Auftakt am Sonntag – Spartenleiter Fritz Bünte zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Die Gäste aus Frankreich (links) und die Gastgeber aus Barver stellten sich zum Abspielen der Nationalhymnen auf.

Barver (kr). Begeisterung und Freude stand in den Ge­sichtern, als man am Sonntag zum Sportplatz in Barver ging und das Spiel zwischen den Mannschaften der Patengemeinden Lezay (Frankreich) und des Gastgebers Barver beobachtete. Die Gäste waren überwältigt von so viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft. In einem Gespräch versicherte uns Vorsit­zender Prieur des Sportvereins US Lezay, dass er von dem Empfang sehr beeindruckt sei. Er habe schon viel von Besu­chern, die vor ihm in Barver gewesen waren gehört, doch das müsse man schon selber erlebt haben.

Der Posaunenchor unter Ernst Feldmann spielte vor dem „Länderspiel“ beide Na­tionalhymnen. Dann wurden die Gastgeschenke ausge­tauscht. Die Barveraner über­gaben an ihre Gegenspieler je einen Erinnerungsbecher, während sie ihrerseits je ei­nen „Flachmann“ mit echtem Cognac erhielten.

Das Spiel, in dem wohl das Ergebnis zweitrangig war, verlief voller Harmonie und echtem Sportgeist. Die Gast­geber gewannen die Begeg­nung mit 8:4. Die Tore für Lezay schossen Veau Bernard (2), Mercier Claude und Trillaud Lionel. Für Barver war Wolfgang Runge gleich vier­mal erfolgreich, während Alfred Zawodny und Fried­helm Heyde je zweimal ins Schwarze trafen. Schiedsrich­ter Reek-Diepholz hatte we­nig Mühe mit der fairen Par­tie, unterstützt wurde er da­bei von Günter Heuer-Diep­holz und Gerhard Fitzner als Linienrichter.

Anschließend überreichte Spartenleiter Fritz Bünte eine Erinnerungsplakette an die französischen Gäste. Bei der Begegnung im letzten Jahre in Lezay habe man verloren. Die Revanche sei geglückt. Doch der Präsident der Gäste hatte scherzhaft darauf hin­gewiesen, dass Auswärtstore doppelt zählen; somit wäre Lezay im Vergleich immer noch die bessere Mannschaft. Einen weiteren Vergleich wird es aber schon am Mittwochabend geben, denn dann treffen die beiden Mannschaf­ten unter Flutlicht noch ein­mal aufeinander.

Auch Präsident Prieur be­dankte sich nach dem Spiel für die Gastfreundschaft in Barver. Dabei hob er beson­ders Fritz Bünte hervor, der sich für diese Begegnung ein­gesetzt habe. Aber er vergaß auch nicht Bürgermeister Friedrich Schumacher, der dem gemütlichen Teil im Saal der Gaststätte Schild-Zöllmer weiter. Mit einem unterhalt­samen Programm, das die Gymnastikgruppe des SV Barver ausgestaltete, feierte man einen Festball wie es sich hierzulande gehört. Schnell kamen sich Gäste und Gast­geber näher, die Sprachschwierigkeiten wurden, so gut es ging, überwunden und neue Kontakte wurden ge­knüpft. Hier sollte man ein­mal mehr Theo Dries, einen alten Franzosen, der schon seit dem letzten Krieg in Barver wohnt, erwähnen. Er war der „große Dolmetscher des Abends“ das heißt, ei­gentlich während der ganzen Woche, denn überall hörte man immer wieder den hilfesu­chenden Ruf „Theo komm!“


Küsschen und Blumen gab es vor der Begegnung Barver gegen Lezay am Sonntag.


Bürgermeister Schumacher zeigte sich nach längerer Zeit wieder in der Öffentlichkeit. Herzlich begrüßt wurde er von den französischen Gästen.