Besuch aus Lezay / Vier Franzosen legten Strecke mit dem Fahrrad zurück

Barver (hwb) • In 2013 besteht die Patenschaft zwischen den Gemeinden Barver und Lezay in Frankreich 40 Jahre. In den zurückliegenden Jahrzehnten sind viele Freundschaften entstanden und auch Ehen geschlossen worden.

Geprägt ist diese Patenschaft von jährlich wechselnden Besuchen. Derzeit weilt eine Gruppe von 37 Franzosen in Barver. Sie sind im Alter von acht bis 70 Jahren.
„Es ist wichtig, dass auch immer wieder junge Leute von beiden Seiten dabei sind, damit diese Verbindung aufrecht erhalten wird“, meinte am Sonnabend Hans-Hermann Borggrefe, Vorsitzender des Patenschaftsausschusses bei der Ankunft der Franzosen.
Diese bleiben bis zum Freitag in Barver, untergebracht in Gastfamilien. Doch der diesjährige Besuch ragt ein wenig aus dem der Vorjahre heraus. Vier Franzosen bewältigten die etwa 1 150 Kilometer lange Strecke mit dem Fahrrad. Dafür benötigten sie neun Tage.
In ihrem Schlepptau hatten sie ein Begleitfahrzeug, besetzt mit ihren Ehefrauen. Die letzten rund 50 Kilometer von Schwagstorf bis Barver durften sie im Windschatten von zehn heimischen Radlern zurücklegen. Vier Mitglieder der Radsportsparte des TuS Wagenfeld und sechs Aktive des Radclubs Aschen holten die Franzosen ab und geleiteten die erschöpften, aber glücklichen Pedalritter sicher in heimische Gefilde.
Das gestrige Programm stand ganz im Zeichen einer Europa-Rallye. Gastgeber und Gäste radelten in acht Gruppen mit rund 60 Teilnehmern durch die Samtgemeinde Rehden. An unterschiedlichen Stationen mussten Aufgaben gelöst oder Spiele absolviert werden. Involviert und gerne dabei waren der Sportverein Dickel, der Sportfischereiverein Barver, der Schützenverein Rehden, die Freiwillige Feuerwehr Hemsloh, der Modellflugclub Barver und der Tennisverein Barver.
„Die Zusammenarbeitklappt reibungslos“, freute sich Hans-Hermann Borggrefe gestern bei Recker. An dieser Station nahmen alle einen Imbiss ein. Unübersehbar, dass Gastgeber und Gäste Spaß an dieser Tour bei radfreundlichem Wetter hatten.
Morgen geht es gemeinsam nach Celle, einen offiziellen Abend gibt es am Donnerstag.
Die Zeit dazwischen steht zur freien Verfügung.


In Wetschen musste ein Bindfaden durch die Hosenbeine gezogen werden, mal von oben, mal von unten.