Lezay-Besuch in Barver: Mehr Zeit für die Familien von Franzosen begrüßt

Barver/Rehden (hkl/hwb) • "Es war uns eine große Freude, so viele Gäste aus unserer französischen Partnerstadt Lezay hier begrüßen zu dürfen", sagte Hans-Hermann Borggrefe, Vorsitzender des Patenschaftsausschusses der Gemeinde Barver auf dem offiziellen Abend in Borggrefes Halle am Burrichters Weg. 

Rund 130 Besucher waren zu dieser Veranstaltung in das sommerlich dekorierte Gebäude gekommen, um den laut Borggrefe „Höhepunkt des Besuchs“ zu begehen. Er dankte allen Beteiligten wie den Gastfamilien, die die Durchführung des Besuchs ermöglichten.
„Das diesjährige Treffen stand im Zeichen von Gesundheit und Fitness“, lachte Borrggrefe und spielte darauf an, dass vier Franzosen die rund 1 200 Kilometer lange Strecke mit dem Fahrrad bewältigten.
„Die gemeinsame Zeit wurde gut genutzt, um bestehende Kontakte zu pflegen und neue aufzubauen“, meinte Barvers Patenschaftsausschussvorsitzender. 
Rehdens Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch überreichte den Fahrradfahrern einen Proviantkorb und den Patenauschussvorsitzenden sowie dem Übersetzer Romain Bodin eine Flasche Wein.
„Das Programm sollte ausreichend Erholung bieten und den französischen Gästen viele Eindrücke aus unserer Heimat näherbringen“, erklärte Barvers Bürgermeister Detlev Osterbrink. Die Gemeinde werde alles mögliche tun, was der Förderung dieser Patenschaft diene, sagte Osterbrink.
„Der Aufenthalt hat uns sehr gefallen, die Reise war gut organisiert“, lobte Stéphane Geoffroy, Vorsitzender des Patenschaftsausschusses auf französischer Seite. Er dankte den Gastfamilien für die Freundlichkeit. Es sei eine unvergessliche Woche gewesen. 
„Ich freue mich über die jungen Teilnehmer der Zusammenkunft. Ihr seid die Zukunft der Partnerschaft“, sagte Geoffroy.
Zum Abschluss des offiziellen Teils intonierte der Barver Bläserchor, der bereits zuvor für musikalische Unterhaltung sorgte, die Nationalhymnen beider Länder. Anschließend wurde gegrillt und bei französischem Rotwein und deutschem Bier alte und neue Freundschaften gepflegt.
In lockerer Runde gab es viele nette Gespräche. Gelebte Völkerverständigung in Barver.

In der gemeinsamen Sitzung der beiden Partenschaftsausschüsse im Rathaus in Rehden dankte Barvers Vorsitzender Hans-Hermann Borggrefe zunächst Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch für die Unterstützung. „Das bestätigt uns in unserer Arbeit und zeigt, dass diese Patenschaft einen hohen Stellenwert auch in der Samtgemeinde genießt“, betonte Borggrefe.
„Es war gut, dass weniger Busfahrten gemacht wur den, dafür mehr mit den Familien“, zog sein Pendant Stéphane Geoffroy ein insgesamt positives Fazit des Aufenthaltes. Es sei alles gut organisiert gewesen, auch wenn die Gastfamilien hätten arbeiten müssen.
Einen Wunsch hatte er aber dann doch für die Zukunft: Beim jetzigen Besuch seien einige Frauen allein mit ih ren Kindern zum Teil das erste Mal dabei gewesen. Sie seien sehr zufrieden, allerdings hätten sie sich gewünscht, dass bei den Vorhaben die Kinder mehr mit in die Planungen einbezogen worden wären. Ein Wunsch, der bei den Gast gebern auf volles Verständnis stieß.
Problematisch und mit ausgiebiger Diskussion verbunden war die Findung eines Termins für den Gegenbesuch in Frankreich im kommenden Jahr. Letztendlich einigten sich beide Seiten auf die Zeit vom 27. Juli bis 3. August. Nach der Sitzung, in der gefrühstückt wurde, gingen Gastgeber und Gäste noch auf eine kleine Besichtigungstour, geführt von Hartmut Bloch. Anlaufstationen waren das Schulzentrum in Rehden, die neue Dreifeldsporthalle, das im Bau befindliche Ärztehaus sowie die DRK-Schwesternstation, wo es zu einem Gedankenaustausch über die Seniorenbetreuung kam.
Gegen 22 Uhr gestern Abend traten die Franzosen die Heimreise an.